
Glaubenssätze,
die in dir weiterleben
Eine geführte Meditation & tiefgehende Übung für dich.
Zum Spüren, Erkennen und sanften Neu-Wählen.
Nimm dir 20 Minuten.
Wähle einen ruhigen Ort.
Kopfhörer auf. Augen zu.
Und dann: hinein in deinen inneren Raum.
Einleitung
Jeder Mensch trägt Sätze in sich,
die nicht aus ihm selbst stammen.
Sie wurden gedacht, gesprochen, vorgelebt –
von Eltern, Lehrer:innen, Bezugspersonen.
Und irgendwann begannen wir, sie zu glauben.
Über uns. Über Nähe. Über Leistung. Über Wert.
Die Meditation hilft dir, solche Sätze aufzuspüren.
Und sie mit einem neuen inneren Blick zu betrachten.
Was glaubst du –
wirklich?
Eine Übung zur Glaubenssatzarbeit nach der Meditation
Nimm dir nach der Meditation 10–15 Minuten Zeit.
Geh diese Übung achtsam durch.
Nicht analytisch. Sondern fühlend, schreibend, lauschend.
Der alte Satz
Schritt 1
Welcher Satz ist in dir aufgetaucht?
Schreib ihn genau so auf, wie du ihn innerlich gehört hast. Auch wenn er hart klingt.
Beispiele:
– „Ich bin zu anstrengend.“
– „Ich muss stark sein.“
– „Ich darf keine Fehler machen.“
Woher kommt dieser Satz?
Schritt 2
Von wem hast du diesen Satz übernommen?
Wer hat ihn ausgesprochen, vorgelebt oder vermittelt?
Beispiele:
– „Das hat mein Vater immer gesagt.“
– „So wurde bei uns nie über Gefühle gesprochen.“
– „Das war stilles Gesetz in meiner Familie.“
Was hat dieser Satz mit dir gemacht?
Schritt 3
Wie wirkt dieser Satz in deinem Alltag?
Wie beeinflusst er deine Entscheidungen, Beziehungen, deinen Selbstwert?
Beispiele:
– „Ich traue mich oft nicht, Bedürfnisse zu zeigen.“
– „Ich arbeite viel zu viel – aus Angst, nicht zu genügen.“
– „Ich bleibe lieber allein, statt zu viel zu sein.“
Was hättest du damals gebraucht?
Schritt 4
Wenn du zurückspürst:
Was hätte das Kind in dir gebraucht, als dieser Satz zum ersten Mal auftauchte?
Beispiele:
– „Ich hätte eine Umarmung gebraucht.“
– „Ich hätte gebraucht, dass jemand sagt: Du darfst sein.“
– „Ich hätte mehr gesehen werden wollen – nicht nur leisten.“
Der neue Satz
Schritt 5
Formuliere jetzt – aus deiner heutigen Sicht – einen neuen Satz.
Einen, der dich nährt, stärkt, schützt.
Der dich an deine Würde erinnert.
Beispiele:
– „Ich darf weich sein und trotzdem stark.“
– „Ich bin liebenswert, auch ohne Leistung.“
– „Ich darf sein, wie ich bin.“
Sprich diesen Satz laut aus.
Schreib ihn auf.
Klebe ihn an den Spiegel.
Oder schick ihn als Notiz an dein zukünftiges Ich.
Wenn du magst, geh diese Übung öfter durch.
Manche Sätze lösen sich nicht sofort.
Aber mit jedem Hinsehen verliert der alte Satz an Kraft –
und der neue darf wachsen.
Danke, dass du dir diesen Raum genommen hast.
